Die Wümme

Die Wümme bei Lauenbrück

Die Wümme bei Lauenbrück

Die Wümme ist einer der schönsten Wanderflüsse in unserer Gegend. Sie entspringt am Wilseder Berg in der Lüneburger Heide und mündet nach einer Strecke von ca. 80 km bei Ritterhude in die Lesum. Kurz vor Ottersberg teilt sich die Wümme in einen Nord- und einen Südarm. Der Südarm ist in den 70er Jahren kanalisiert worden. Eine Befahrung ist daher nicht lohnend. Die Wehre des Südarms sind nicht befahrbar.


Damit uns dieser schöne Fluss weiterhin erhalten bleibt, sollte Folgendes beachtet werden:

  • Die Wümme sollte nur von kleinen Gruppen (<10 Personen) befahren werden.
  • Um die Tiere nicht unnötig zu stören, sollte man sich ruhig verhalten und die Tour vor Sonnenuntergang beenden.
  • Um die Ufer zu schützen, möglichst nur an den Umtragestellen anlegen.
  • Der Müll wird natürlich wieder mitgenommen.
  • Nur die nachfolgend beschriebenen Strecken sollten befahren werden.
  • Die Nebenflüsse (Fintau, Wiedau, Rodau, Wieste) dürfen in der Zeit von März bis Oktober nicht befahren werden. Auch in den anderen Monaten reichen die Wassermengen nur selten für eine Befahrung.

Ab Lauenbrück ist die Wümme mit kleinen Booten befahrbar. Hier ist sie allerdings noch sehr schmal.
Empfehlenswerter ist es, ca. 15 km unterhalb in Scheeßel an der Mühle einzusetzen. Hier befindet sich das Bootshaus der Scheeßeler Kanuabteilung.
Der folgende Abschnitt ist landschaftlich sehr reizvoll. Bis Rotenburg sind es 16 km.
Kurz vor Rotenburg befindet sich eine kleine Gefällstufe. Diese sollte vor der Befahrung besichtigt und ggf. links umtragen werden.
Kurz danach folgt eine Eisenbahnbrücke. An der Eisenbahnlinie befindet sich links das Bootshaus der Rotenburger Kanuwanderer und daneben das Rotenburger Hallenbad.

Hinweis:
Der Parkplatz des Hallenbades ist Privatgelände. Nutzung nur nach Absprache mit dem Betreiber des Hallenbades.
Einfacher ist es wenige 100m unterhalb an der Mündung des „Mühlenstreeks“ links auszusetzen.

Das Wehr bei Unterstedt

Das Wehr bei Unterstedt

Eine weitere schöne Tagestour ist die Strecke von Rotenburg nach Ottersberg [24 km]. Auf dieser Strecke befinden sich 4 Stauwehre. Diese sollten vor einer Befahrung besichtigt werden. Bei Hochwasser können sich lebensgefährliche Rückläufe bilden. Das Umtragen der Wehre ist recht einfach. Am linken Flussufer befinden sich jeweils Umtragemöglichkeiten.

Das Wehr bei Waffensen ist beseitigt und durch eine Sohlgleite ersetzt worden. Bei geringer Wasserführung ist Grundberührung möglich.
Kurz vor Hellwege [15 km hinter Rotenburg] befindet sich ein sehr schöner Grillplatz am rechten Flussufer.

Vor Ottersberg teilt sich die Wümme in Nord- und Südarm (kurz vorher Autobahnbrücke). Der Südarm ist in den 70er Jahren kanalisiert worden. Eine Befahrung ist daher nicht lohnend. Die Wehre des Südarms sind nicht befahrbar (Lebensgefahr!). Besser weiter auf dem Nordarm (rechts) bis Ottersberg. Hier gute Aussetzmöglichkeit links hinter der Straßenbrücke.

Hinweis:
Bei Hochwasser ist die Durchfahrthöhe der Eisenbahnbrücke vor Ottersberg zu gering.
Das Umtragen über die Bahnlinie ist lebensgefährlich (Bahnlinie Bremen-Hamburg).
Dann links in den Südarm umtragen. Nach ca. 2 km hinter der Brücke der B 75 [L 168] links gute Möglichkeit, die Fahrt zu beenden.

Auch die Strecke von Ottersberg bis Borgfeld [ca. 18 km] ist recht reizvoll. Nach ca. 2 km teilt sich die Wümme noch einmal in Mittelarm und Nordarm [rechts]. Der Mittelarm ist in den letzten Jahren mit großem Aufwand renaturiert worden und sollte daher nicht befahren werden.
Hier wird daher nur der Nordarm beschrieben.
Es folgt eine flache Brücke, die man rechts umtragen kann. Das nächste Wehr ist durch eine Sohlgleite ersetzt worden. Bei niedrigem Wasserstand ist Grundberührung möglich. Es folgt eine Betonbrücke. Links befindet sich das Otto Modersohn Museum.
Bis Fischerhude kommt noch eine Sohlgleite.
In Fischerhude gute Aussetzmöglichkeit hinter der Straßenbrücke.
Unterhalb Fischerhude sind umfangreiche Renaturierungsmaßnahmen durchgeführt worden. Die Ufer sollten nach Möglichkeit nicht betreten werden. Die Wehre zwischen Fischerhude und Hexenberg sind durch Sohlgleiten ersetzt worden.
Nach ca. 5 km erreicht man Hexenberg/Ebbensiek (Holzbrücke).
Links Ausstiegsmöglichkeit.
Auf der folgenden Strecke wird zunehmend ein Einfluss der Gezeiten auf den Wasserstand erkennbar.
Die Strömung wird aber noch nicht stark beeinflusst.
Nach weiteren 5 km erreicht man Borgfeld. Hinter der Straßenbrücke rechts gute Ausstiegsmöglichkeit.


Die Wümme unterhalb Borgfelds

Die Wümme unterhalb Borgfelds

Ab Borgfeld macht sich der Gezeitenstrom deutlich bemerkbar. Das Paddeln gegen den Gezeitenstrom wird recht mühsam.
Bei auflaufendem Wasser sollte man daher stromaufwärts von Ritterhude nach Borgfeld paddeln. Die Gezeiten können der Internetseite des Bundesamtes für Seeschifffahrt und Hydrographie entnommen werden.
Bis Ritterhude sind es ca. 15 km.